Bürolandschaften sind seit Jahrhunderten ein Gegenstand wechselnder Moden und sozio-psychologischer Forschung unter Berücksichtigung der sich technologisch entwickelnden Welt. Die Effizienz und Effektivität unserer täglichen Arbeit hängt neben den Werkzeugen auch von unserer Umgebung ab, u.a. der Lärmemissionen oder Bevölkerungsdichte am Arbeitsplatz.

Das SiemensOffice, wie es u.a. bei SRE oder Learning Campus eingerichtet wurde, wird von vielen Kolleginnen und Kollegen gut und gerne angenommen, vor allem, wenn sie viel unterwegs sind. Denjenigen, denen die tägliche Suche nach einem Schreibtisch auf die Nerven geht, wird mindestens die Arbeitsmotivation verloren gehen. Schlimmstenfalls droht die innere Emigration.

Das Gute an dem SiemensOffice-Konzept ist, dass es sich dabei tatsächlich um ein Konzept handelt, auch wenn es den Mitarbeitern übergestülpt wird, ungeachtet der jüngeren empirischen Ergonomieforschungen, die immer wieder vor erhöhtem Krankenstand, wachsender Burn-out-Rate bei verringerter Produktivität aufgrund eines steigenden Stresslevels warnen.

Hingegen erscheint das sogenannte CT Office eher konzeptlos und konzeptionslos zu sein, es sei denn, man definiert die Büros, welche die finanziellen Mittel zulassen als "das CT Office Konzept".

Die Büros werden, so die jüngsten Informationen, nur noch Großraumbüros sein. Von den Konzeptideen wie Think-Tanks, Telefon- oder Konferenzräumen bleibt offensichtlich nichts mehr übrig. Zu teuer, heißt es, und dass man damit kann keine Mietkosten einsparen kann. (Immerhin bleiben die Schreibtische!)

Auch von dem Aufruf von Herrn Helmrich auf dem CTO-Dialog, man solle sich nicht hinter Folien verstecken, sondern seine Wünsche äußern, ist nicht viel übrig geblieben. Zwar wird weiter diskutiert, aber die Ergebnisse gehen weg von dem Votum, wie es von einigen Mitarbeitern in einer Umfrage artikuliert wurde.

Die Liste EIINS fragt sich nun, was der tatsächliche Zweck der Investition der 17 Mio. € ist. Es scheint, dass als Ergebnis keine attraktiven Arbeitsplätze für neue Mitarbeiter sondern stressgenerierende Umgebungen entstehen, in die die CT-ler morgens nur noch ungern gehen. Dann ist der Millionenbetrag in den Wind geblasen und die Fürsorge und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso.

Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass trotz limitierter Mitbestimmungsmöglichkeiten des Betriebsrats eine vernünftige Bürolösung für die CT gefunden werden kann.

Kontakt

Gerd Völksen
Siemens Corporate Technology
Mch P

+49 172 827 6294
gerd.voelksen@siemens.com

last updated: 17.12.2019